Miteinander oder doch lieber gegeneinander sprechen?



Leider begab es sich, dass an einem Tag zwei mögliche Skigebiete zu waren, da es stark geschneit hatte und es nicht möglich war, Sicherheit für alle zu gewährleisten. Die Behauptung, die eine Mit-Urlauberin dann hin den Raum stellte, warum eben auch das zweite Skigebiet zu habe, war für mich nicht nachvollziehbar.

Man wolle dort Schnee sparen, damit man zu Weihnachten genug habe. Und von den "Deppen", die das hiesige Skigebiet frei räumen sollten, hielte sie eh nichts. Die könnten ja noch nicht mal ihre Arbeit richtig machen.

Faktisch, jedes Mal, wenn ein Skigebiet zu macht, gibt es Verluste. Plus, ich möchte ungern in eine Lawine kommen. Also: lieber die Arbeit vernünftig machen als Menschenleben zu gefährden.


War die Dame für Argumente zugänglich? Nein!!!! Beharrte sie auf ihrer Meinung? Ja! Habe ich auf meine Meinung beharrt? Ja! Was passierte also? Wir sprachen gegeneinander statt miteinander.

Das Gegeneinander ist nicht hilfreich ist, weiß ich. Aber da mir Respekt, Würde und Wertschätzung so wichtig sind, ich zudem Beleidigungen gar nicht mag, konnte ich auch nicht klein beigeben.

Erst in dem Moment, wo ich für mich klar hatte, welche Werte betroffen waren und warum ich nicht loslassen konnte, entspannte sich - zumindest meine- Situation.

Hat die Dame ihre Einstellung geändert? Nein, ganz bestimmt nicht. Aber ich konnte ruhiger reagieren, weil ich mich selbst regulieren konnte. Und dann war zumindest ein kleines Miteinander möglich.

Deswegen ist es für mich so essentiell, seine eigenen Werte zu kennen! Über meine Werte kann ich mich regulieren. Wenn mit Wertschätzung wichtig ist, dann auch der Dame gegenüber. Nicht nur denjenigen gegenüber, die sie beleidigt hat.



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© Janina Freiburg - Praxis für Psychotherapie, Coaching und Beratung 2020