Die Kunsttherapie als nonverbales Therapieverfah-ren eröffnet Ihnen einen Zugang zu Ihrem eigenen kreativen Potenzial. Es ist – neben all der Freude und dem Spaß, den es bringen kann – auch ein komplexer, innerer Vorgang, der vielschichtige Aspekte zugleich beinhaltet. Ihre Gedanken und Gefühle werden beim Malen oder Gestalten nach außen getragen, können sich lösen und wahrgenommen werden. Sie können entdecken, ausprobieren und (weiter-) entwickeln.

 

Die Kunsttherapie setzt dabei keine künstlerischen Fähigkeiten voraus. Tatsächlich ist es so, dass es sogar besser ist, wenn Sie es gar nicht „können“.

 

Im  Prozess können Sie kreative Ressourcen neu entdecken, Selbstheilungskräfte mobilisieren sowie vielfältige Veränderungsprozesse anregen. Das Gestalten fördert Ihre Fähigkeit, Ihre Umgebung unmittelbar mit allen Sinnen wahrzunehmen und zu begreifen. Mit Hilfe des Gestaltens können Sie also Eindrücke verarbeiten und persönliches Erleben zum Ausdruck bringen. 

Dabei dienen sowohl der kunsttherapeutische Prozess als auch die entstandenen Arbeiten innerhalb des therapeutischen Verlaufes als „Anschauungs- und Proberaum“, in welchen Handlungen, Verhalten, Glaubenssätze und Denkweisen betrachtet, weiterentwickelt und  - wenn möglich – einer sinnvollen Wandlung unterzogen werden können.

 

Das Zeichnen, Malen und Formen findet immer in einer wertungsfreien, akzeptierenden Atmosphäre statt. Selbstbestimmung und Individualität sind mir dabei äußerst wichtig. Nur dadurch kann der Zugang zu Ihren Ressourcen, zur symbolischen Sprache der Bilder erleichtert werden und ermöglicht einen angstfreien Kontakt zum Material.

So können Sie Ihren eigenen kreativen Ausdruck finden und therapeutisch mit sich selbst in Kontakt treten.

 

 

In der Gesprächstherapie geht es darum, dass Sie die Möglichkeit bekommen, sich (innerseelische) Konflikte bewusst zu machen und sowohl an als auch mit diesen zu arbeiten. Sie kommen sich dabei selbst auf die Spur.

 

Sie können lernen, sich nicht nur zu verstehen, sondern auch zu akzeptieren, wie Sie zu dem Menschen geworden sind, der Sie sind. Danach schauen Sie und ich gemeinsam, wo, wie und ob Sie sich ändern wollen.

 

Um diesen Prozess anzuregen, greife ich auf eine Vielzahl an Methoden zurück, angefangen von Aufstellungen, Arbeit mit Glaubenssätzen bis hin zum reinen, non-direktiven Gespräch. Auch die Arbeit an eigenen Ressourcen und der eigenen Resilienz spielen eine große Rolle. Je nach Thema bewegen Sie und ich uns dabei zwischen dem Hier und Jetzt und der Vergangenheit, um eine Bewusstheit der eigenen Themen zu bewirken.

Als Therapeutin liegt es mir fern, Ihnen konkrete Lösungen vorzuschlagen. Ich entwickle mit Ihnen zusammen (neue) Handlungsoptionen und Lösungsmöglichkeiten. Ich verfolge einen ganzheitlichen Ansatz, der eine individuelle, flexible Begleitung ermöglicht.

Ziel ist immer die Verbesserung Ihrer eigenen Kompetenz, mit  Ihrer eigenen Lebenssituation besser umgehen zu können, Ihr Leben authentischer zu gestalten, mit Krisen, Herausforderungen und belastenden Lebensereignissen einen neuen Umgang zu finden.

 

Um Ihnen einen groben Überblick zu geben, wie eine therapeutische Behandlung abläuft, habe ich diese einmal zusammengefasst.

Nach dem Informationsgespräch, indem Sie und ich schon erste Fakten geklärt haben und Sie sich für eine Therapie bei mir entschieden haben, bekommen Sie von mir per Email einen recht ausführlichen Anamnesebogen zugeschickt. Diesen schicken Sie bitte ausgefüllt an mich zurück, bevor Sie Ihren Termin zum Erstgespräch bei mir haben.

In diesem Erstgespräch gehen Sie und ich nicht nur den Anamnesebogen durch, sondern erstellen auch gemeinsam den so genannten psychopathologischen Befund. Dieser Befund dient zusammen mit anderen Angaben der Diagnosefindung. Im Endeffekt besteht er aus einer Auflistung psychischer Symptome, die mir einen größeren und besseren Überblick über Ihr Befinden verschaffen.

Danach vereinbaren Sie und ich ein gemeinsames Ziel, an dem wir arbeiten. Dabei achte ich darauf, dass Ihr Ziel auch erreichbar ist. Sollte das zu dem Zeitpunkt noch nicht klar sein, werden wir später darauf zurückkommen.

Durch die Zielvereinbarung erarbeiten wir immer wieder konkrete Schritte, die Ihnen weiterhelfen können. Mir ist Effizienz und Kommunikation auf Augenhöhe wichtig. Daher kann es auch immer wieder sein, dass ich Ihnen Hausaufgaben aufgebe, brauche dafür aber auch Ihre ehrliche Rückmeldung, inwieweit Sie umsetzen und üben könnten.

Aber keine Angst, da ich hier so häufig von Zielen schreibe. Ziele können und dürfen sich im Verlauf der Therapie ändern. Durch die Arbeit an und mit sich ist es für mich normal, dass sich andere Themen ergeben, die zuerst einmal nichts mit dem eigentlichen Ziel zu tun haben. Dann wird die Therapie an das neue Ziel angepasst.

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© Janina Freiburg - Praxis für Psychotherapie, Coaching und Beratung 2018